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Wie füttert man ein Pferd mit Sommerekzem am besten

Welche Futtermittel haben bei einen Pferd mit dem Sommerekzem Vor – und Nachteile

Man sagt immer landläufig, dass das Sommerekzem durch Stiche der Kriebelmücke (Culicoides-Mücke) ausgelöst wird. Das ist ein bisschen einfach ausgedrückt, denn nicht jedes Pferd reagiert derart empfindlich auf diese Mückenstiche. Die TiHo Hannover (Tierärztliche Hochschule Hannover) hat darüber Studien gemacht und festgestellt, dass das Sommerekzem eine allergische Überreaktion ist.

Es gibt bei Pferden diverse Krankheiten, die ähnliche Ursachen haben wie das Sommerekzem wie zum Beispiel Hufrehe, Headshaking, Dauerrosse, Spat, Durchfall oder chronische Bronchitis. Alle entstehen durch eine Überreaktion des Immunsystem und wiederum reagieren Pferde auf diese Störung im Immunsystem dann mit unterschiedlichen Krankheiten und viele leider auch mit dem Sommerekzem.

In Bezug auf die Haltung von Ekzemern ist Stress zu vermeiden, denn Stress verstärkt Störungen des Immunsystems. Besonders gute Futterverwerter wie Isländer oder Hafis neigen dazu, aber es kann durchaus jede Rasse treffen. Was generell wichtig ist, ist ausreichende Bewegung. Auch Bewegung gehört ja zum Thema Ernährung dazu, denn nur durch genügend Bewegung wird der Stoffwechsel in Schwung gebracht und schädliche Schlacken, die den Organismus übersäuern könnten, werden so abgebaut. Es ist außerdem sehr wichtig, dass diese Tiere sehr sauber gehalten werden, also gepflegt. Die Haut des Ekzemers reagiert nämlich deshalb so auf diese Mückenstiche, weil sie bereits vorher trocken, rau und angegriffen ist. Wenn die Haut an sich wieder in Ordnung kommt, verschwindet auch das Sommerekzem.

Zur Fütterung ist leider auch beim Sommer-Ekzemer zu sagen, dass es nicht geht, die Tiere im Sommer 24 Stunden lang auf der Weide zu halten. Vermutlich liegt es an zu viel Eiweiß im Gras, aber das ist nicht genau geklärt. Auf jeden Fall darf ein Ekzemer nie !!!!! länger als ca. 4 Stunden am Tag auf die Weide. Damit er deshalb keinen Stress hat, sollte man ihn mit mindestens einem anderen Pferd zusammen halten, das auch nur begrenzt auf die Weide darf. Das kann auch ein Hufrehe-Kandidat sein, denn diese Tiere brauchen eine ähnliche Diät. Auf dem Paddock dann bitte Heu und Stroh zufüttern und auf gute Qualität achten. Heulage oder gar die noch feuchtere Silage wenn möglich nicht füttern, sondern gutes normales Heu bevorzugen … auch im Sommer. Bitte darauf achten, dass es in der Erntezeit altes Heu ist, das schon abgelagert ist (minimum 8 Wochen), denn frisch gepresstes Heu ist gefährlich. Man muss sich bei einem Ekzemer also immer rechtzeitig eindecken.

Dann nicht den Fehler machen zu denken, ein guter Futterverwerter bräuchte ja nur Heu und Stroh. Das ist gerade bei einem Sommer-Ekzemer falsch. Die Tiere vertragen das vielleicht eine Weile, aber dann kommen Mangelerscheinungen zustande. Es fehlen vor allen Dingen Spurenelemente und Mineralstoffe, die man bitte nicht mit einem künstlichen Mineralstoff-Präparat auffüllen sollte, sondern die Tiere brauchen ein gutes Strukturfutter und Zusatzfutter aus natürlichen Quellen für Zink, Kupfer, Mangan, Selen und allen anderen nötigen Vitaminen und Mineralstoffen sowie essentiellen Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren sollten unbedingt enthalten sein). B-Vitamine sind sehr wichtig und reichlich in Bierhefe, die auch aufgrund ihres natürlichen Chrom-Gehalts das Immunsystem stabilisiert. Viele gute Zusatzfutter für Ekzemer sind mit Bierhefe angereichert. Bitte immer auf Natur achten. Chemie ist für einen Ekzemer nicht gesund.

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2 Responses to Wie füttert man ein Pferd mit Sommerekzem am besten

  1. Renate 13. Juli 2012 at 08:20 #

    Mein kleines Pony leidet zwar nicht am Sommerekzem, sondern an der Neigung zu Hufrehe, aber diese Erfahrung habe ich auch gemacht und kann das Gesagte deshalb bestätigen.

    LG
    Renate

  2. Ptra 31. Juli 2012 at 09:06 #

    Ich habe einen Ekzemer. Mein Pferd steht 6-7 Stunden am Tag auf der Wiese. SIe schubbert sich kaum noch, wenn man auf das Stoffwechselproblem eingeht und es behebt. Von dem Vorschlag Pferde in dunklen kühlen Räumen zu halten, halte ich gar nichts, mein Pferd steht in einem Offenstall, der 5 Meter von einem Bachlauf entfernt liegt. Wenn man aufhört künstliche Mineralien und chemische Stoffe zu füttern, ist auch das kein Problem. Bestätigen kann ich hier also hier nur, dass Chemie für Pferde absolut nicht geeignet ist!

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